Mediation bedeutet Vermittlung und ist ein Verfahren der Streitvermittlung, das an vielen Schulen weltweit zur friedlichen Beilegung von Schüler-Schüler-Konflikten u.a. eingesetzt wird.

Unterrichtsklima und Schülerbeziehungen verbessern sich, da erfahrungsgemäß einmal geschlichtete Konflikte nicht so schnell wieder aufflammen. Schulen, an denen das Mediations-Projekt schon über einen längeren Zeitraum läuft, weisen eine Quote von fast 90% dafür aus, dass sich die Schüler an die von ihnen selbst ausgehandelten Verträge halten.

Die Mediatoren unterstützen zum einen die Konfliktpartner bei der Darstellung ihrer ganz persönlichen Sichtweise und Wünsche. Dadurch werden Selbstständigkeit und Eigenverantwortung gestärkt. Inhaltlich wird eine faire, tragbare Vereinbarung ausgehandelt mit der beide Seiten dauerhaft zufrieden sind.

Als Alternative zu Konfliktregelungen, bei denen oft die Lehrer die Entscheidungen treffen, können Schüler der dbs bei Auseinandersetzungen innerhalb des schulischen Bereiches die Hilfe von ausgebildeten Vermittlern in Anspruch nehmen.

Zur Zeit gibt es an der dbs acht in Mediation ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer. Längerfristiges Ziel des Projektes ist es, geeignete Schüler als Mediatoren auszubilden.

Im Mediationsraum können sie mit den Konfliktparteien über die Hintergründe des Streites reden und versuchen, eine versöhnliche Einigung zu erzielen. Ziel der Mediation ist das Erarbeiten einer Lösung, bei der es zwei Gewinner und keinen Verlierer gibt.

Ein Schlichtungsgespräch dauert in der Regel zwischen 30 und 45 Minuten, die Teilnahme ist freiwillig. Die Gespräche während der Mediation sind vertraulich. Die getroffenen Vereinbarungen werden zwar schriftlich festgehalten und nach 14 Tagen überprüft, aber die Inhalte unterliegen der Schweigepflicht aller Beteiligten und sind nicht einsehbar.

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Streitschlichter