Bilinguales Lernen

Informationen zum bilingualen Unterricht an der DBS

„Europa und die Welt wachsen zusammen. Aufgrund der zunehmenden Mobilität der Menschen, der neuen Anforderungen im Hinblick auf das Berufsleben und den weltumspannenden Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten kommt dem Erlernen von Fremdsprachen eine große Bedeutung zu.

Bilinguale Erziehung und bilingualer Unterricht sind eine erfolgreiche Form des Zweitspracherwerbs. Sie sind inzwischen international anerkannt und stellen eine überzeugende Ergänzung zum traditionellen Fremdsprachenunterricht dar. Bilinguales Lehren und Lernen zielt nicht mehr auf die Vermittlung der Zielsprache als grammatikalisches Regelsystem, sondern auf die Verwendung der Zielsprache für fachlich inhaltliche Lernprozesse. Bilinguales Lernen zielt darauf ab, den Lernenden mehr und bessere Möglichkeiten zu bieten sich in der Fremdsprache auszudrücken. Die Lernenden erhalten eine umfassende Gelegenheit die Fremdsprache zu benutzen.“

Informationen vom Landessbildungsserver Baden-Württemberg

(http://www.schule-bw.de/schularten/realschule/bilingual)



Wie wird der Bilinguale Unterricht an der DBS durchgeführt?

Bilingualer Sachfachunterricht ist Unterricht in einem Sachfach, wobei neben Deutsch z. T. überwiegend eine Fremdsprache - in diesem Falle Englisch - als sogenannte Arbeitssprache eingesetzt wird. An der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule findet bilingualer Sach­fachunterricht in bilingualen Modulen statt, d.h. dass mehrstündige Unterrichtssequenzen in den regulären Sachfachunterricht integriert werden. Die 5. und 6. Jahrgangsstufe wurden und werden dazu genutzt, auf den bilingualen Sachfachunterricht vorzubereiten. In den ersten beiden Jahren soll durch eine gezielte Wortschatzerweiterung, die kontinuierliche Förderung des Leseverstehens und der Kommunikationsfähigkeit sowie die Beschäftigung mit zusätzlichen Materialien langsam an bilinguale Arbeitsweisen herangeführt werden. In diesen Jahrgangsstufen wurden immer wieder Themen aus den Fächern Musik (z.B. durch das vermehrte Singen von Englischen Liedern) oder EWG (z.B. im „Airport“-Projekt) in so genannten Bilingualen Projekten auf Englisch vermittelt.

Seit dem Schuljahr 2011/12 wird in der 7. Jahrgangsstufe das erste Modul im Fach EWG mit Englisch als Ar­beitssprache bilin­gual unterrichtet. Das Thema dieser 4-6 Unterrichtsstunden ist „The Tropical Rainforest“ und wird in den EWG Stunden behandelt. Der Sachfachunterricht findet dann dementsprechend in der Fremdsprache statt, natürlich an den Kenntnissen der Jahrgangsstufe orientiert.

In der 8. Jahrgangsstufe folgt ein bilinguales Modul im Fach Geschichte mit dem Thema „The American Revolution“ und einem Umfang von ebenfalls etwa 4-6 Unterrichtsstunden. Auch hier wird der Unterricht im Rahmen des herkömmlichen Geschichtsunterrichts von der entsprechenden Lehrkraft erteilt.

Außerhalb dieser Module gibt es aber natürlich weiterhin den regulären EWG - oder Geschichtsunterricht.

Wie werden die Leistungen bewertet ?

Die jeweilige Fachkonferenz entscheidet zunächst, ob und unter welchen Bedingungen die Leistungserhebungen in den bilingualen Modulen durchgeführt werden. Leistungserhebungen erfolgen in Englischer Sprache. Die Schülerinnen und Schüler können wählen ob sie zur Beantwortung einer Aufgabe zum jeweiligen Modul die Fremd- oder Muttersprache benutzen möchten. Bewertet wird nur die Darstellung in Hinblick auf Sachfachinhalte, egal ob die Arbeitssprache Deutsch oder Englisch ist. Die sprachliche Leistung kann in einem Worturteil gewürdigt werden, fließt aber nicht als eigene Sprachnote in die Sachfachnote mit ein.

Welche Vorteile bietet der Bilinguale Sachfachunterricht?

Vor allem das beim bilingualen Unterricht wesentliche fächerübergreifende Prinzip stärkt die Flexibilität der Schüler und Schülerinnen und ihre sprachliche Kompetenz. Die Schüler und Schülerinnen vernetzen ihr Wissen dadurch schneller und denken über Fachgrenzen hinaus. Darüber hinaus müssen – und können – sie sich vermehrt auf unbekannten Wortschatz und unbekannte Texte einlassen. Diese Herangehensweise fördert insgesamt gedankliche Beweglichkeit und sprachliche Neugier und Offenheit. Der bilinguale Unterricht bietet zudem die Chance zu zusätzlichen Projekten. Zahlreiche empirische Studien belegen die Vorteile und Chancen, die bilinguale Unterrichtsangebote den Schülerinnen und Schülern bringen:

• Die Fremdsprachenkompetenz ist in Klassen mit Bilingualem Sachfachunterricht in den Bereichen Hörverstehen, Sprechfertigkeit und Wortschatz deutlich besser als in einsprachigen Klassen.

• Die Sachfachkenntnisse gewinnen vor allem durch die Erweiterung um eine internationale Komponente. Diese fördert einen gezielten Perspektivenwechsel, der vielfach auch zum besseren Verständnis von Inhalten und Zusammenhängen im eigenen Kulturkreis beiträgt.

• Über den Zugewinn an interkultureller Kompetenz hinaus profitieren die Schülerinnen und Schüler sowohl inhaltlich als auch sprachlich für ihre Zukunft in Ausbildung und Beruf.





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