Reise nach Israel - die zweite Woche

Die zweite Woche in Israel begann mit einem Ausflug in den Norden des Landes. Diesmal waren wir ohne unsere israelischen Austauschschüler unterwegs.
Nachdem wir uns Nazareth aus der Ferne angeschaut hatten, besichtigten wir die Stadt ganz aus der Nähe. Die alten Gassen hatten etwas an sich, was einem das Gefühl gab, man sei in der Zeit gereist. Wir besuchten zwei wunderschöne Kirchen und aßen Falafel. Als wir uns alle wieder versammelt hatten, fuhren wir mit dem Bus zu unserer Nachtunterkunft: das Kibbuz Ashdot Yaakov. Sehr zur unserer Ehre besuchte uns hier der Bürgermeister von Ramat Gan, der es zuvor nicht geschafft hatte uns zu treffen.

Am nächsten Morgen bekamen wir eine interessante Führung von einem Bewohner des Kibbuz‘, der uns das System und die Geschichte der Kibbuzim sehr gut erklärte. Nun ging es noch weiter in den Norden, in die Hafenstadt Akko. Auch hier hatte man ein Gefühl von Nostalgie und Zeitreise.

Nach einer Nacht in Ramat Gan ging es am Tag darauf direkt weiter in den Süden. Nach einer sehr schweißtreibenden Besichtigung der Ruinen Massadas, fuhren wir zur Erfrischung ans Tote Meer, wo wir Deutschen uns etwas vergnügen durften, bevor wir nach Eilat weiterfuhren, wo wir dann übernachteten.

Der nächste Morgen begann erstmal atemberaubend mit Schnorcheln im Roten Meer im nördlichsten Korallenriff der Welt, was ein Anblick war, den man nie vergisst. Danach trafen wir uns alle wieder mit den Israelis um auf einem Segelboot zu grillen, bevor wir den Rest des Tages Freizeit hatten.

Am Morgen des 7. November hatten wir zunächst ein vorzügliches Frühstück. Anschließend hatten wir Zeit für uns, um die Innenstadt von Eilat zu besuchen bis wir um 11 Uhr auschecken mussten. Unser erstes Ziel für diesen Tag war Amram Pillars, wo wir mit dem Bus hinfuhren. Uns erwartete eine unglaubliche Aussicht auf eine gewaltige Berglandschaft. Wir bestiegen den Amram Pillars, kletterten durch enge Felsspalten und krochen durch die Minen der alten Ägypter, um dann im Timna Park tolle Fotos zu machen. Wir machten Bekanntschaft mit einem wilden Steinbock, der auf der Suche nach Wasser auf eine angelegte Wasserstelle stieß. Auf der Fahrt zu Chan Hashayarot sahen wir große Palmenplantagen und fuhren am Hai Bar Naturreservat vorbei. Ungefähr um 18 Uhr trafen wir im Beduinencamp ein und bauten unser Matratzenlager auf. Die Lehrer schliefen nicht mit uns in einem Zelt, die Mädchen und Jungs waren durch eine Trennwand getrennt. Darauf gab es auch schon Essen. Immer zu fünft an einem runden Tisch aßen wir auf dem Boden. Es gab Hummus, Pita bread, Reis, Salat und Gemüse. Bevor wir zu Bett gingen, machten wir noch ein Lagerfeuer mit Marshmallows, an dem wir sangen und tanzten. Eingemummelt in einen warmen Schlafsack schlief jeder schnell ein.

Nach einem schnellen Frühstück am nächsten Morgen ging es auf einen Spazierritt auf Kamelen. Immer zu zweit auf einem sitzend, in einer langen Schlange ritten wir ein Stück durch die Wüste. Danach ging es leider schon wieder zurück nach Hause nach Ramat-Gan. Später am Tag trafen wir uns noch - unabhängig vom Programm - im Park, um Spiele zu spielen. Am Sabbat verabredeten wir uns alle am Strand von Tel Aviv, wo wir den ganzen Tag verbrachten. Am Abend fand die Farewell Party bei Pita zu Hause statt, zu der auch ein ehemaliger Teilnehmer des Austauschs von 2015 dazukam.

Von Janna und Anna wurde eine mitreißende Abschiedsrede gehalten, die mit tosendem Beifall gewürdigt wurde. Wir ließen den Abend ruhig ausklingen, um uns am nächsten und letzten Morgen im Park zum Frühstück zu treffen. Anschließend fuhren wir direkt mit dem Bus zum Airport Ben Gurion. Auf der Fahrt herrschte eine gedrückte Stimmung bis wir am Flughafen ankamen. Der Abschied fiel uns allen schwer, es liefen viele Tränen und selbst die äußerlich harten Jungs bekamen feuchte Augen. Um 14:45 Uhr ging unser Flug. Die Trauer saß zwar noch tief, aber die Vorfreude auf zu Hause konnte auch nicht länger zurückgehalten werden. Um ca. 18:20 landeten wir, um ungefähr anderthalb Stunden später von unseren Eltern am Rolf-Engelbrecht-Haus in Weinheim empfangen zu werden.

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