Zwei Tage Theater

Dieses Jahr hat das Guckkastentheater etwas Neues ausprobiert und ein Probenwochenende ins Leben gerufen. Von Freitag bis Sonntag verließ die Schauspieltruppe die üblichen Räumlichkeiten und verbrachte zwei Tage im Schulungszentrum Ritschweier.

Und ja, es hat sich gelohnt. Das Wochenende in Ritschweier diente dem Verstehen: nicht nur des Textes und seiner Autorin (Agatha Christie), sondern auch untereinander. Denn die Theatergruppe Guckkastentheater der Dietrich-Bonhoeffer-Schule Weinheim hat höchst unterschiedliche Mitglieder, finden sich dort doch Jugendliche aus den Klassenstufen 9 bis 12 ein.

Die Fahrt begann Freitag um 13 Uhr 20 am 31. Januar - wer kommt in welcher Verfassung direkt nach der Ausgabe der Zwischenzeugnisse ... ?
Schon auf dem Weg nach Ritschweier begannen alle ihre Gedanken um das Stück und die Figuren kreisen zu lassen, wurde doch die Anreise dorthin als zweistündigen Wanderung gemeinsam unternommen.

Liebe, Eifersucht, Freundschaft, Hass und Gier - und damit wären wir schon mitten in Christies Kriminalstück, dem gleich nach der Ankunft in der Jugendherberge die erste intensive Probe galt. Zum Abendessen kamen dann Schauspieler und die Leiterinnen in einer ihnen zugelosten Rolle, die sie in den vorhergehenden Wochen ausarbeiten sollten, eine Biographie erstellt und ein passendes Kostüm mitgebracht hatten. Den weiteren Abend über drehte sich weiter alles um den „Tod auf dem Nil“, um die Rollenbiografien und um viele gute Einfälle und Beobachtungen.

Am Samstag ging es um das Ausprobieren der spontanen Ideen und so bekamen das Stück und die darin vorkommenden Rollen immer stärkere Konturen. Ganz praxisbezogen wurden gleichzeitig Vorbereitungen für die Vorstellung am Tag der offenen Tür (Samstag, 15. Februar um 10:30 Uhr im Musiktheater) getroffen und die dafür ausgesuchten Szenen geprobt.

Ja, es hat sich gelohnt. Finanziell unterstützt vom Förderverein FIDIBUS hat sich die Gruppe kennengelernt und versteht sich und das Theaterstück besser. So gestärkt werden eventuell aufkommenden Probleme im Erarbeitungsprozess des Stückes ganz gewiss lösbar sein.

Also: Termin unbedingt vormerken - „Tod auf dem Nil“ wird am 26., 28. und 29. Mai im Musiktheater der DBS aufgeführt.

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