Weinheimer Nachrichten, 3.12.2018

Weinheim in Ramat Gan präsent

Ramat Gan/Weinheim, 03.12.2018

Jugendliche aus der Zweiburgenstadt zu Besuch in Israel

So geschehen noch Zeichen und Wunder. Als die Jugendgruppe aus Weinheim neulich bei ihrem Israel-Besuch auch in die Wüste Negev reiste, um mit Beduinen zu reden, da begann es zu regnen. Die Beduinen schauten ebenso verdutzt wie die Gäste aus Deutschland, dem Land des Trockensommers 2018. Aber vielleicht hatte das alles ja eine passende Symbolik, denn auch die jetzt 33 Jahre währenden Jugendbegegnungen zwischen Schülern der beiden Partnerstädte Weinheim und Ramat Gan in Israel haben etwas Wunderbares an sich, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Das konnten jetzt wieder die beiden Lehrkräfte Tobias Tempel und Joachim Gund nach der Rückkehr der Gruppe aus Ramat Gan bestätigen, ebenso wie die beiden Schülerinnen Isabelle Bürmann (15) und Marlene Andree (14), die zur Schülergruppe gehörten.

Die Schülerinnen und Schüler aus Ramat Gan bei Tel Aviv hatten Weinheim schon im Frühjahr besucht. Das Besuchsprogramm in Israel bestand im Wesentlichen in einer Rundreise zu den geschichtsträchtigen Orten des Landes, wobei der Spaßfaktor nicht vergessen wurde. Was Isabell und Marlene überraschte: Isabelle Bürmann und Marlene Andree sind beide geschichtsinteressiert. Der Holocaust sei in ihrer Generation in Israel „kein Riesenthema mehr, wie man hier immer denkt“ – „Man kann darüber reden, man muss es aber nicht.“

Die Schülergruppe aus Weinheim lernte auch einen Kibbutz kennen; die Jugendlichen besichtigten Nazareth und Jerusalem, badeten in Eilat am Roten Meer und in Tel Aviv im Mittelmeer, blickten auf den See Genezareth und besuchten die Gedenkstätte Yad Vashem.

Weinheim als Partnerstadt sei ein Begriff in der Stadtgesellschaft Ramat Gans, berichten die Rückkehrer: „Man hat das Gefühl, fast jeder kennt es.“ Joachim Gund, Lehrer im Unruhestand, und Tobias Tempel berichteten davon, dass die Gruppe, zusammengesetzt aus Schülern der Weinheimer Gymnasien, angenehme und positive Botschafter ihrer Stadt und ihres Landes waren. „Eine sehr harmonische Gruppe, die sehr nah beieinander war“, sagt Gund.

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