Jeder kann etwas verändern

Weinheimer Nachrichten, 05.April 2019

Am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium macht sich die Tier- und Umweltschutz AG schon seit 2017 Gedanken um bewegende Themen.

Die alten Autoreifen, auf denen die Schülerinnen und Schüler der Tier- und Umweltschutz AG sitzen, sind mit ausgedienten Flaschenverschlüssen, Getränkedosen oder Plastikstücken von Duschgel-Flaschen beklebt. Upcycling nennt sich die Umwandlung von Abfallteilen in neuwertige Produkte. Die Hocker sind ein Ergebnis der Klimatage an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule, zu der die AG vergangenen Freitag und Samstag eingeladen hatte, und sie werden künftig im Aufenthaltsraum der Werkrealschule genutzt.

Besuch beim Juniorklimagipfel

Die 15-jährige Merle Wagner erinnert sich noch gut an die Gründung dieser AG an der DBS im Jahr 2017; unter anderem auch an den Juniorklimagipfel, den sie damals zusammen mit sieben weiteren Schülerinnen und Schülern in München besuchte. Seit dieser Zeit ist Merle Mitglied der Tier- und Umweltschutz AG, der aktuell 22 Schüler angehören. Das Altersspektrum reicht von der 5. bis zur 10. Klasse. Die AG leitet sich sozusagen selbst. Die beiden Referendare Hendrik Kissel und Jan Höfer sind nur zur Stelle, wenn beispielsweise für die praktische Umsetzung eines Projekts etwas besorgt werden muss. Sie sind sozusagen „stille Begleiter“.

Wachstücher hergestellt

Über den Ideenreichtum und die Vielfalt der Themen, die von den Schülern angesprochen werden, staunen auch sie bisweilen. Egal ob ihnen Wolfgang Zotz vom Weinheimer Veggie-Team einen Vortrag über die Verbindung zwischen Klimaschutz und Massentierhaltung hält, ob sie einen Film über Abfallverursachung drehen oder aus Bienenwachs und Stoffresten Wachstücher als Alternativen zu Alufolien herstellen: Die Schülerinnen und Schüler zeigen, dass jeder Einzelne etwas ändern und etwas für die Umwelt tun kann.

Andere Schüler ansprechen

„Da fühlt man sich auch persönlich besser“, sagt eine der Schülerinnen, die zusammen mit einer Mitschülerin ihren eigenen Wasserverbrauch genauer ins Visier nimmt. Man kann beispielsweise auch seine eigene Duschzeit reduzieren, ohne dabei die Körperpflege zu vernachlässigen.
Bei den schulinternen Klimatagen hätte sich die AG mehr Zuspruch gewünscht. Aber die beiden Referendare finden es gar nicht so schlecht, dass immerhin 50 Schüler außerhalb der Schulzeit kamen, um sich in Workshops und in praktischen Aktionen mit Umwelt und Klimaschutz zu beschäftigen.

Schon zweimal gespendet

Ideen für die nächsten Wochen gibt es auch schon: Kleiderindustrie und Tierschutz. Vielleicht wird, wie schon in der Vergangenheit geschehen, das eine oder andere Projekt auch Spendeneinnahmen erbringen, die von der AG gerne weitergeleitet werden. Bisher wurden so die Organisation „Vier Pfoten“ und die Tischutzinitiative Odenwald unterstützt. Was der Erde und den Menschen hilft, welche Ressourcen wie geschont werden können: All das beschäftigt am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium die AG nicht erst seit heute.

dra.

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